Loading...

Wer ist Lydia Hiernickel?

Die Luftseilbahn Kies-Mettmen unterstützt mit Langläuferin Lydia Hiernickel eine Glarnerin, die den "Zigerschlitz" vor allem wegen der Berge liebt. Die 22-Jährige ist in Schwanden aufgewachsen und trainiert während den Sommermonaten regelmässig im Freiberg Kärpf, um sich auf die Wettkampfsaison optimal vorzubereiten. 

Mehr dazu erzählt die Langlaufathletin im Interview: 

Lydia Hiernickel, seit wie vielen Jahren trifft man dich bereits auf der Langlaufloipe an?

Mit Langlauf habe ich in der Primarschule angefangen – zusammen mit meinen älteren Geschwistern. Jedoch mehr für Spiel und Spass. Ich war in dieser Zeit polysportiv sehr aktiv und habe nicht nur Langlauf gemacht. Professioneller angefangen zu trainieren habe ich mit zwölf Jahren, als ich in den Ostschweizer Skiverband (OSSV) aufgenommen wurde. Für eine Langlaufkarriere entschied ich mich dann mit 15 Jahren, als ich in das Internat des Sportgymnasiums Davos ging.

Was gefällt dir am Langlauf-Sport?

Langlauf gibt mir die Abwechslung, die ich möchte und brauche. Man hat zwei Techniken, an denen man arbeitet. Im Sommer trainieren wir umfangreich und vielseitig – zu Fuss, in den Bergen, auf den Rollskiern, auf dem Velo, Krafttraining gehört dazu und teils sogar Schwimmen. Alles was mit Ausdauer zu tun hat. Im Winter geniesse ich die Schneelandschaften und die Ruhe auf der Loipe. Man ist immer mit der Natur verbunden und kann traumhafte Gebiete entdecken.

Was war dein bisheriges Highlight/dein grösster sportlicher Erfolg?

Klar die Olympischen Spiele in Pyeong Chang im Winter 2018. Es war für mich eine grosse Überraschung, dass ich überhaupt selektioniert wurde. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine grosse Erfahrung an Grossanlässen oder im Weltcup gesammelt und da ich kurz vor dieser Saison ein taffes Ausbildungsjahr absolviert hatte, waren meine Erwartungen für eine Selektion nicht hoch. Ich durfte mit einem Staffel-Team an den Start gehen – das war einmalig. Dem Druck Stand gehalten und den Diplomplatz ins Ziel gebracht zu haben, war ein tolles Gefühl.

Was sind deine nächsten Ziele?

In der Saison 19/20 sind für mich die Top 30 im Weltcup das Hauptziel. Mit einer besseren Planung in Sachen Qualifikationswettkämpfe und Erholung möchte ich mir mehr Chancen für Weltcupstartplätze erlaufen. Auch an der Tour de Ski, mit Start in Lenzerheide, möchte ich mich am Schluss auf der Alp de Cermis sehen. Der Oslo Weltcup über 30km und zum Ende der Saison der Weltcup Final in Canmore mit einer neuen Einführung der Mixstaffel sind weitere Ziele, die ich vor Augen habe.

Wie sieht dein Sommertraining im Freiberg Kärpf aus?

Im Sommer bin ich zwischen den Trainingslagern gerne zu Hause in den Bergen im Glarnerland. Der Freiberg Kärpf liegt direkt vor meiner Haustüre und ich bin deshalb schon als Kind dort viel umhergesprungen. Ich kann meine Turnschuhe anziehen, Wechselkleider einpacken und losrennen. Der Freiberg Kärpf bietet ideale Strecken nicht nur für Ausdauersondern auch für meine Stocklaufintervall-Trainings. Ich kann problemlos eine lange intensive Einheit absolvieren und nach dem Training mit der Bahn runterfahren, um die Gelenke zu schonen. Den Matzlenstock nenne ich meinen Hausberg, da ich diesen manchmal auch zweimal am Tag hochrenne, um die Aussicht auf das Glarnerland zu geniessen. Die Länge der Strecke ist für meine Trainings ideal. Mich sieht man übrigens auch an Schlechtwettertagen im Freiberg Kärpf, weil man dann am meisten Gämse entdecken und beobachten kann.

Welche ist deine Lieblingsstrecke?

Ich renne meistens von Schwanden in Richtung Restaurant Fryberg über den Kiesweg nach Ratzmatz, dann weiter zur Matzlenstockscharte bis hoch zum Matzlenstock-Gipfel. Bei Eile renne ich direkt zum Stausee. Entweder ich nehme die Seilbahn nach Kies und anschliessend den Bus nach Schwanden oder ich renne am Naturfreundehause vorbei wieder zurück nach Schwanden. Oder ich renne weiter zur Niederen-Alp und um den See zurück. Mir gefällt vor allem die Ruhe im Freiberg Kärpf – wenn ich auf dem Gipfel bin und ins Tal hinunterschaue, bin ich glücklich, darf ich in den Bergen leben. Oder aber ich geniesse den Sonnenuntergang auf der Berglimatt.

Was gefällt dir an deiner Heimat Schwanden am besten?

Man kennt mich im Dorf und ich fühle mich Willkommen. Auch wenn ich gerne an den Wettkämpfen und in den Trainingslagern bin, freue ich mich immer wieder, in den „Zigerschlitz“ zurück zu kehren. Ich vermisse die Berge, die so eng links und rechts von einem hochragen.

Weshalb freust du dich über die Unterstützung der Luftseilbahn Kies-Mettmen?

Ich bin stolz, einen regionalen Sponsor gefunden zu haben, und diesen auch über das Glarnerland und die Schweiz hinaus präsentieren zu dürfen. Am 1. August sind wir immer auf die Schwirwand fürs Augustfeuer. Im Winter machte ich früher Skitouren in Mettmen und nahm am Skitourenlager teil. Ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit diesem Gebiet und der Luftseilbahn. Mit der Unterstützung der LKM AG freue ich mich jetzt schon auf das nächste Frühling- und Sommertraining, um auch einmal Touren zu unternehmen, welche weiter in Richtung Kärpf führen.

Steckbrief Lydia Hiernickel

Name Lydia Hiernickel
Beruf Grenzwächterin
Geburtstag 23.12.1996
Sternzeichen Steinbock
Lieblingsessen Dampfnudeln
Lieblingsgetränk Elmer Citro
Lieblingsort im Glarnerland Matzlenstock-Gipfel
Grösster Erfolg Olympia-Diplom Staffel Pyeong Chang 2018